Fernley vor Strategiegruppe: Wurde schon genug diskutiert!

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02. November 2017 – 09:16 Uhr

Am 7. November trifft sich die Strategiegruppe, um über die Zukunft der Formel 1 zu diskutieren, doch die Teams hoffen, dass es auch konkrete Errungenschaften gibt

Fernley, Haas, Brown und Wolff: Was erwartet man von der Strategiegruppe?

© LAT

(Motorsport-Total.com) – Die Strategiegruppe der Formel 1 hat nicht immer unbedingt den besten Ruf. Immer wieder wird gewitzelt, dass man bei den Treffen der Top-Player der Formel 1 viel diskutiert, um sich dann nur auf den Termin des nächsten Treffens zu einigen. Am kommenden Dienstag (7. November) steht jedoch ein wichtiges Meeting der Strategiegruppe auf dem Programm: Dann soll es um nicht weniger gehen als die Zukunft der Formel 1.

„Das Wichtigste ist Klarheit darüber, wie die Vision von Liberty (Media, Formel-1-Eigentümer; Anm. d. Red.) aussieht“, betont Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff vor dem Treffen in Genf. „Wir sind ziemlich offen, von ihrer Meinung zu hören, solange wir genug Zeit haben, um uns daran anzupassen und unsere Meinung ebenfalls zu Gehör zu bringen“, stellt der Österreicher klar, was er von dem Meeting erwartet.

Vor allem die Regularien ab 2021 stehen dabei im Fokus. Denn dann steht die Formel 1 vor einem großen Umbruch: Ein neues Motorenreglement soll kommen, und das Concorde-Agreement läuft dann ebenfalls aus, bei dem es um das große Streitthema Einnahmenverteilung geht. Doch diskutiert haben die Formel-1-Teams eigentlich schon genug. Sie würde gerne schon weitere Schritte sehen.

„Ich hätte gerne einen Zeitplan“, meint McLaren-Geschäftsführer Zak Brown. 2021 ist für ihn bereits um die Ecke, und mit dem Wissen, dass sich die Teams ohnehin nie 100 Prozent einig werden, sollte man zumindest 80 Prozent auf den Weg bringen und dann Liberty Media die letzten Hürden entscheiden lassen. „Ich möchte es einfach schnell passieren sehen, damit wir weitermachen können“, sagt er.

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#10: Fahren dürfen nur die Hinterbänkler - Sie ist der große Trumpf der Williams-Mannschaft. Doch nicht nur deshalb will die FIA der aktiven Radaufhängung beim Kanada-Grand-Prix 1993 einen Riegel vorschieben. Die fortschrittliche, aber unglaublich kostenintensive Technik wird von den Kommissaren bei der technische Abnahme als Fahrhilfe eingestuft und bei allen Teams für nicht-regelkonform befunden worden. Gleiches gilt für die Autos, die auf eine Traktionskontrolle setzten.


Hintergrund: Die Systeme beeinflussen hydraulisch die Aerodynamik respektive entziehen dem Piloten teilweise die Kontrolle über den Vortrieb. Es entsteht die Drohkulisse, dass die Scuderia-Italia-Hinterbänkler Michele Alboreto und Luca Badoer die einzigen Starter in Montreal sind. Das Verbot wird bis Anfang 1994 aufgeschoben, dann aber durchgesetzt.

#10: Fahren dürfen nur die Hinterbänkler – Sie ist der große Trumpf der Williams-Mannschaft. Doch nicht nur deshalb will die FIA der aktiven Radaufhängung beim Kanada-Grand-Prix 1993 einen Riegel vorschieben. Die fortschrittliche, aber unglaublich kostenintensive Technik wird von den Kommissaren bei der technische Abnahme als Fahrhilfe eingestuft und bei allen Teams für nicht-regelkonform befunden worden. Gleiches gilt für die Autos, die auf eine Traktionskontrolle setzten.

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Bei Haas wäre man zufrieden, wenn man mit etwas Handfestem aus dem Strategiemeeting gehen kann. Der amerikanische Rennstall ist zwar offiziell kein Teil davon, doch seit kurzem dürfen die restlichen Teams den Treffen ebenfalls beiwohnen. Eigentümer Gene Haas hätte gerne, dass Liberty Media etwas zu Papier bringt: „Aktuell ist alles nur aus der Luft gegriffen und Spekulation. Bis sich nicht jemand annimmt, die Ideen zu Papier zu bringen, kann man nicht wirklich darüber sprechen“, so der Amerikaner.

„Von daher würde ich gerne sehen, dass sie eine einseitige Zusammenfassung darüber bringen, was sie tun wollen“, so Haas weiter. Force India reicht aber auch das nicht aus: „Ich würde noch ein Stück weiter gehen“, wirft Co-Teamchef Robert Fernley ein. Der Brite hat genug von den ständigen Diskussionen, die ins Nichts führen. „Ich hätte gerne einen eindeutigen Vorschlag: ‚Das wollen wir tun, ja oder nein?‘ Und dann stimmen wir ab.“

„Vielleicht geht es dabei am Anfang nur um die Grundidee und darum, es rechtzeitig zu schaffen, aber es sollte kein Diskussionsprogramm werden“, sagt Fernley weiter. „Wir hatten in den vergangenen sechs oder acht Monaten genügend Zeit, um darüber zu diskutieren.“ Er fordert daher die klare Formulierung von Zielen. „Wenn wir das nicht schaffen, dann schieben wir es nur weiter nach hinten raus.“ Es wäre in der Strategiegruppe nicht das erste Mal …


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